Rathaus


Marktgemeinderat beschließt das Klimaschutzkonzept

 

Unser Foto zeigt Frau Dr. Koenig-Hoffmann bei der Ergebnispräsentation

 

Kaufering beschließt Klimaschutzkonzept  (KSK)

Ein erster Schritt in Richtung der Energiewende ist getan. Der Marktgemeinderat beschloss am 22.01.2014 das vorgelegte „Energiekonzept Kaufering 2020“, das als integriertes Klimaschutzkonzept für den Markt Kaufering erstellt worden war. Der Arbeitskreis Energie und das Energie- und Umweltzentrumzentrum Ällgau (eza!) mit Frau Dr. Koenig-Hoffmann wurden mit der Durchführung beauftragt.
Dazu waren 2012 zwei Arbeitskreise mit Marktgemeinderäten, Bürgern und Verwaltungs-angehörigen gegründet worden. Parallel zum Energiearbeitskreis bearbeitete der Arbeitskreis Verkehr  auch Fragen wie z.B. die CO2-Problematik beim motorisierten Verkehr.
Im Mai letzten Jahres wurde in einer gemeinsamen Bürgerwerkstatt, in der viele interessierte Kauferinger teilnahmen, weitere Vorschläge diskutiert und den bereits vorhandenen Themen entsprechend hinzugefügt.

Am 23.01.2014 stellte Frau Dr. Koenig-Hoffmann das 132-seitige Klimaschutzkonzept den Kauferinger Bürgern im Thomas-Morus-Saal vor. „Die Ziele sind da, jetzt müssen wir sie weiterverfolgen“ erklärte Bürgermeister Erich Püttner. 

Insgesamt verbrauchte die Marktgemeinde im Jahr 2011 rund 44 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom, das waren rund 4.400 kWh pro Kauferinger und pro Jahr. Dagegen benötigt der durchschnittliche Bundesbürger rund 7.400 kWh pro Jahr.
Im Wärmebereich sieht es auch sehr erfreulich aus: Rund 11.500 kWh Wärme benötigt ein Kauferinger, ein Bundesbürger rund 15.900 kWh Wärme pro Jahr.

 
In der zugehörigen Grafik sind die Verbrauchsmengen in Säulen dargestellt. Die linke Säule zeigt den tatsächlichen Verbrauch (Ist-Zustand) und die rechte Säule die Einsparungsmöglichkeiten bis zum Jahr 2020.

Die deutlich unter dem Durchschnitt liegenden Strom- und Wärmeverbräuche haben auch einen wesentlich niedrigeren Kohlendioxid(CO2)-Ausstoß zur Folge. Im Bundesdurchschnitt belastet  jeder unsere Atemluft mit 9,2 Tonnen CO2 pro Jahr, jeder Kauferinger hingegen nur mit 5 Tonnen CO2.

 
Die zweite Grafik zeigt den sehr deutlichen Unterschied zwischen dem Kauferinger Bürger und dem durchschnittlichen Bundesbürger beim Ausstoß von CO2.

Die Einsparungsmöglichkeiten bestehen nach Fr. Dr. Koenig-Hoffmann bis 2020 mit rund 30 Prozent im Strombereich, mit rund 27 Prozent im Verkehrsbereich und mit rund 41 Prozent im Wärmebereich.
Gefragt wurde auch, warum Kaufering ein eigenes Klimaschutzkonzept (KSK)  erstellt, wenn der Landkreis auch ein KSK in Auftrag gegeben hatte. Umweltingenieur Josef Mayrock erklärte dies so: Die Kauferinger haben vor dem Landkreis mit dem KSK begonnen und Kaufering sicherte dem Landkreis zu, dass er die ermittelten Ergebnisse nach dem Abschluss zur Verfügung gestellt bekommt.