Pressemitteilungen


Fahrradabstellanlage am Kauferinger Bahnhof

Bericht vom 01.12.2016

Bahnhof Kaufering; Erste doppelstöckige Fahrradabstellanlage eröffnet

Am Bahnhof Kaufering konnte am 04.11.2016 die erste doppelstöckige Fahrradabstellanlage in Betrieb genommen werden. Die Anlage ist in dieser Form einmalig im regionalen Umfeld und europaweit die erste Anlage mit dem neuesten Modell des Doppelstockparkers.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ortsvorsitzenden des ADFC, Herrn Martin Baumeister, konnte so nach Zustimmung des Marktgemeinderates diese qualitativ hochwertige und vom Freistaat Bayern geförderte Fahrradabstellanlage installiert und die dringend benötigten B&R-Stellplätze geschaffen werden.
Die überdachte Anlage entspricht vollständig den Richtlinien der neuen DIN 79008, sodass mit einem Radabstand von 50 cm jeder Stellplatz fast „kinderleicht“ ohne Behinderung durch Nachbarräder genutzt werden kann. Sogar E-Bikes mit rd. 28 kg Gesamtgewicht und 29 Zoll-Fahrräder können problemlos in der oberen Einstellebene geparkt werden.

(Bildquelle: Fahrradabstellanlage, Markt Kaufering, b1000)

Die 8,50 m lange und rd. 4,50 m breite Anlage bietet Platz für insgesamt 60 Fahrräder. Bereits am ersten Abend war die neue Fahrradabstellanlage zur Hälfte belegt und ist inzwischen nahezu ausgelastet.

Markt Kaufering
Kommunaler Tiefbau
Andreas Giampa


Energiewende und Waldbiodiversität

Bericht vom Juli 2015

Kaufering punktet beim Bundeswettbewerb

2014 wurde zum Thema „Energiewende und Waldbiodiversität“ vom Bundesamt für Naturschutz ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Unter dem Motto „Nachhaltige Energie und Artenvielfalt im Landsberger Lechrain“ haben 9 Gemeinden und die Waldbesitzervereinigung Landsberg teilgenommen und wurden als einer von 4 Preisträgern als „Leuchtturm“ ausgewählt.

Grundlage für die Teilnahme ist das Konzept „ Nachhaltige Klimaanpassung mit den Kräften der Natur: Markt Kaufering“, das seit 2007 läuft, mit dem Ziel, die Lebensqualität für unsere Enkel zu sichern, die Energieversorgung regional auf erneuerbar umzustellen und unsere Böden und Wälder fit für die zukünftigen Witterungsextreme zu machen.

Die Ergebnisse der Klimaschutzkonzepte vom Landkreis Landsberg (11,9 to CO2/Jahr/Einwohner) und Markt Kaufering (5.0 to CO2/J/E) von 2013 bestätigen, wie wirkungsvoll das Konzept (Biomasse-Kraftwerk) arbeitet. Da der Naturhaushalt nur ca. 2 to CO2/J/E aufnehmen kann, ist noch genügend bei Klima- und Bodenschutz zu tun.

Seit 2009 läuft in Kaufering ein Forschungsvorhaben der Bayer. Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft  im Trinkwasserschutzgebiet (LWF); eine Versuchsfläche vom Amt für Saatgut und Pflanzenzucht Teisendorf untersucht über 60 verschiedene Sorten; die Hochschule Weihenstephan hält jährlich Ende Juni eine Projektwoche ab und eine große Anzahl von Studenten schreiben ihre Facharbeiten in Kaufering.

Diese Summe von Aktivitäten führen zu einer Fülle von verwertbaren Ergebnissen, die für die Umsetzung des Konzeptes wichtig sind und unsere Annahmen bestätigen. Haupthindernis bei der Umsetzung ist unsere auf Kurzfristigkeit basierende Wirtschaftsweise, die langfristig notwendige Entscheidungen zur Verbesserung von Gesundheit, Boden und Klima nicht berücksichtigt.

Eine Woche lang waren elf Studenten mit ihren Professoren Stefan Wittkopf und Jörg Ewald von der Hochschule Weihenstephan im Wald unterwegs. Die angehenden Forstingenieure erstellten eine wissenschaftliche Studie im Rahmen eines in Kaufering entwickelten Konzepts. Darin geht es um die „nachhaltige Anpassung an zukünftige Klimabedingungen“. Ihre Ergebnisse präsentierten die Forscher jüngst im vollbesetzten Leonhardisaal in Altkaufering.

Als besonderes Schmankerl gab es noch eine Auszeichnung – nicht für die Studenten, sondern für den Förster Ludwig Pertl, neun Landkreisgemeinden und eine Waldbesitzervereinigung, die an dem bundesweiten Leuchtturmwettbewerb „Energiewende und Waldbiodiversifikation“ teilgenommen hatten. Für Bürgermeister Erich Püttner und seine Kollegen aus dem Landkreis gab es statt Urkunden vorab einen „Energiewürfel“ aus Pappelholz mit einem Brennwert von genau einer Kilowattstunde.

Die offizielle Preisverleihung findet am 11. und 12. November 2015 an der Hochschule in Weihenstephan statt.

Mit der Übergabe eines symbolischen Leuchtturmes ehrte Prof. Jörg Ewald (links) von der Hochschule Weihenstephan Kauferings Forstrevierleiter Ludwig Pertl (rechts) für seine Leistungen im bundesweiten Wettbewerb „Energiewende und Waldbodendiversifikation“.

Der Markt Kaufering hatte sich 2007 ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Man wollte die Lebensqualität für die Enkelkinder sichern und die Energieversorgung regional auf erneuerbare Energien umzustellen. Ferner sollten Böden und Wälder für die zukünftigen Witterungsextreme fit gemacht werden. Treibende Kraft für das Projekt ist seit Jahren Forstrevierleiter Ludwig Pertl.

Die Ergebnisse des Klimaschutzkonzepts des Landkreises, so Pertl, hat das Kauferinger Konzept bestätigt. Dank des Biomasse-Kraftwerkes entstünden pro Einwohner und Jahr in der Marktgemeinde nur fünf Tonnen CO2. Im Landkreis seien es 11,9 Tonnen. Pertl wies erneut darauf hin, dass die Natur aber nicht mehr als zwei Tonnen CO2 pro Jahr und Einwohner aufnehmen könne; die starke Übersäuerung der Waldböden führten zu einer massiven Verschlechterung der Bodenleistung.

Seit 2009 läuft in Kaufering ein Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan. Die diesjährige Projektgruppe hatte sich mit den Themen Energiewald und Artenvielfalt beschäftigt. Breiten Raum nahm die Untersuchung der Pappeln als Träger für den Energiewald ein. Pappeln werden als KUPs (Kurz-Umtriebs-Plantagen) bezeichnet. Diese Baumart wächst in der ersten Lebensphase sehr schnell, hat viel Masse und eine geringe Dichte. Pappeln sollten letztlich den Maisanbau ersetzen. Die Pappel sei wegen des geringen Brennwertes zwar nicht der Renner für den Kamin, für Biomasse-Kraftwerke seien sie jedoch gut geeignet.

(Quelle: Bericht Auszug von www.kreisbote.de/lokales)