Kläranlage Kaufering



Belebungsbecken und Rührwerke

Stand: 30.10.2016

Der Werkausschuss hat beschlossen, dass in den Belebungsbecken noch in diesem Jahr und im Folgejahr neue Rührwerke eingebaut werden. Dieser Austausch ist durch die Lebensdauer der bisherigen Technik notwendig. Mit den neuen Rührwerken wird ebenfalls eine erhebliche Stromeinsparung realisiert.


Führungswechsel im Klärwerk Kaufering

ab 01. August 2014

Nach 38 Jahren Beschäftigungsverhältnis in der Gemeinde Kaufering geht der Klärwärter und Abwassermeister Erwin Kandra in Ruhestand. Die verantwortungsvolle Position wurde am 01. August 2014 an seinen Nachfolger Matthias Wohlleib übergeben.


               (v.l.: 1. Bürgermeister Erich Püttner, Erwin Kandra, Matthias Wohlleib)


Erwin Kandra geht in Rente
Erwin Kandra war 25 Jahre alt, gelernter Maschinenschlosser, als er 1976 bei der Gemeinde Kaufering als Gemeindearbeiter im Bauhof eingestellt wurde. Seine Aufgaben waren auch gleichzeitig die Stellvertretung des Klärwärters der alten Kläranlage, damals sein Vater Franz Kandra, und des Bauhofleiters, damals Ludwig Wiesmann. Da er in seiner Kindheit als Sohn des Klärwärters viel über die verantwortungsvolle Arbeit in der Kläranlage mitbekommen hatte, entschied er sich 1978, hauptberuflich zum Klärwerk zu wechseln und die Prüfung zum Klärfacharbeiter abzulegen. Als zehn Jahre später sein Vater in den wohlverdienten Ruhestand ging, übernahm er die Stelle. Neben seiner beruflichen Tätigkeit lernte er abends und am Wochenende für die Meisterprüfung in Essen und absolvierte dann 1991 erfolgreich die Prüfung zum Abwassermeister. 

Nach 38 Jahren hervorragender Arbeit geht Erwin Kandra nun in den wohlverdienten Ruhestand. Er hat mit viel Engagement, mit viel Verantwortung und seinem umfangreichen Können, aber auch mit der nötigen Gelassenheit die Kläranlage über die Jahre hinweg vorbildlich geführt und zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Vorzeige-Kläranlage. Es war ihm immer wichtig, dass die Vorschriften eingehalten werden und dass man immer eine Lösung findet.

Bei einer kleinen internen Verabschiedungsfeier Ende August im Klärwerk ließ es sich 1. Bürgermeister Erich Püttner nicht nehmen, Erwin Kandra für seinen großen Verdienst für die Gemeinde, von der fachlichen wie auch von der menschlichen Seite her zu danken. Sein Nachfolger Matthias Wohlleib wird ab sofort in einem, wie sagt man so schön, "gut bestellten Haus" die verantwortungsvolle Aufgabe des Betriebsleiters übernehmen.
Erwin Kandra bedankte sich für die vielen lobenden Worte. Für ihn war es eine sehr schöne Zeit, auch wenn der Arbeitsplatz Kläranlage öffentlich nicht so angesehen sei, weil es ein wenig stinkt. Er erzählte, wie er damals in der alten Kläranlage an der Raiffeisenstraße angefangen hat. Der Beruf des Klärwärters sei eine abwechslungsreiche Tätigkeit, immer interessant. Nie langweilig, gerade im Klärwerksbereich änderten sich die Vorschriften und Anforderungen fast täglich. Es habe ihm immer Spaß gemacht, in die Arbeit zu gehen. Und nun wird ihm der Ruhestand ebenso Spaß bereiten, so Erwin Kandra.

 

Kläranlage Kaufering
Anfangs waren es nur zwei Fachkräfte für Abwassertechnik in der Kläranlage, Betriebsleiter Erwin Kandra und sein Kollege Rolf Copony. Dann kam das Pumpwerk in Kaufering-Ost dazu, und so nach und nach wurde Kaufering größer und größer. Der Aufgabenbereich wuchs an und wurde anspruchsvoller. Um das Arbeitspensum zu bewältigen, wurde ein weiterer Mitarbeiter eingestellt: Matthias Wohlleib verstärkte als Auszubildender für den Beruf des Ver- und Entsorgers das Klärwerk-Team und wurde im Laufe der Jahre zum zukünftigen Betriebsleiter herangezogen. Irgendwann war die alte Kläranlage in der Raiffeisenstraße zu klein und Kaufering benötigte eine modernere und größere Anlage. Am 29. Januar  2001 wurde das neue Klärwerk an der Lechstaustufe Nr. 18 offiziell eingeweiht – eine Top Anlage. Es gibt kaum einer Bessere in der ganzen Umgebung, was die Ablaufwerte betrifft. Und ab September 2014 ist nun auch Andreas Jakob als neuer Mitarbeiter in der Kläranlage anzutreffen.
 
Grundsätzlich kann man sagen, dass es die Aufgabe einer Kläranlage ist, die zugeleiteten Abwässer, wie Mischwasser, Schmutzwasser, Fäkalwasser und Schlamm, welche über die Kanalisation angeschwemmt werden, von Feststoffen, von Öle und Fetten, sowie von Fremd- und Schadstoffen gereinigt werden, damit sie in einem für den Naturhaushalt unbedenklichen Zustand in den Wasserhaushalt eingeleitet werden können. Für Fremd- und Schadstoffe werden unter anderem auch Mikroorganismen eingesetzt, welche diese als Nahrung verwenden. Zur Reinigung der Gewässer verunreinigenden Bestandteile der Abwässer werden mechanische bzw. physikalische, biologische und chemische Verfahren eingesetzt.

 

Matthias Wohlleib, neuer Betriebsleiter des Klärwerks
Matthias Wohlleib hat sich 1997 bei der Gemeinde Kaufering beworben, um zu seinem erlernten Beruf als Industriemechaniker eine erneute Ausbildung, diesmal zum Beruf des Ver- und Entsorgers in der Fachrichtung Abwasser zu machen. Direkt nach seiner bestandenen Prüfung im Juli 2000 konnte er seine Eignung im neu gebauten Klärwerk unter Beweis stellen. Vier Jahre später folgte eine erneute Prüfung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten in der Abwassertechnik. Und schlussendlich absolvierte er als Voraussetzung für die zukünftige Betriebsführung im März 2010 bravourös - als Jahrgangsbester - die Prüfung zum Abwassermeister.

Mattias Wohlleib ist seit August 2014 der neue Betriebsleiter der Kläranlage Markt Kaufering. Der zielstrebige 36-Jährige weiß, was auf ihn zukommt. Er liebt das breitgefächerte Aufgabengebiet und den interessanten Arbeitsplatz in der Kläranlage. Langweilig wird es nie: Mal muss man im Rahmen seines Berufes als Elektriker oder Mechaniker an der Anlage arbeiten. Oder die Pumpwerke in Kaufering-Ost, Igling und Holzhausen kontrollieren und warten. Zusätzlich werden Auswertungen am Computer gemacht und Ergebnisse festgehalten. Auch mit Kunden und Bürgern muss geredet und umgegangen werden. Nicht zu vergessen die umfangreichen Laborarbeiten, die für eine gut funktionierende Kläranlage unabdingbar sind. So eine große Anlage muss 7 Tage die Woche besetzt sein, dies schließt zahlreiche Bereitschaftszeiten mit ein, welche unter den Kollegen aufgeteilt werden. Der Beruf als Abwassermeister erfordert eine immerwährende Weiterbildung und man muss immer am Ball bleiben.

Eine große Aufgabe wartet auf Matthias Wohlleib. Er wird sie mit seinem Knowhow gekonnt meistern und mit jedem neuen Tag und jeder neuen Herausforderung an ihr wachsen.