Kirchen


Begrüßung des neuen Pfarrers Helmut Friedl und der Gemeindereferentin Christine Schmitz

Oktober 2016, Bürgermeister Erich Püttner

Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit dem Festgottesdienst bei unserem Volksfest stellte sich unser neuer Pfarrer Helmut Friedl der Pfarreiengemeinschaft zum ersten Mal vor. Ebenso die neue Gemeindereferentin Frau Christine Schmitz. Zwei Wochen später, am 18. September, wurden beide ganz offiziell durch Dekan Grimm in ihr Amt eingeführt. Dabei wurde unserem neuen Pfarrer durch den Bischof der Diözese Augsburg die Pfarreiengemeinschaft Kaufering übertragen. Dazu gehören neben der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Kaufering-West auch die Pfarreien St. Johann in Kaufering-Dorf, die Pfarrei Epfenhausen und die Pfarrei Untermühlhausen.

Der Markt Kaufering begrüßt Herrn H.H. Pfarrer Helmut Friedl und die Gemeindereferentin Frau Christine Schmitz sehr herzlich und heißt sie hier an ihrer neuen Wirkungsstätte in unserer Gemeinde willkommen.

Bei seiner Predigt betonte Pfarrer Friedl ganz deutlich, dass er für alle Menschen in Kaufering da sein will und die unterschiedlichen Formen des Glaubens ihren Platz haben sollen. Besonders liegt ihm die Ökumene am Herzen.

„In einem kleinen Dorf in der Po-Ebene lebten zwei Männer in trauter Zwietracht: Hochwürden Don Camillo, ein temperamentvoller Pfarrer mit den lockeren Fäusten, und sein nicht weniger streitbarer Erzfeind Bürgermeister  Peppone.“ Die Zusammenarbeit in Kaufering läuft sicherlich ganz anders, da schon immer ein konstruktives Zusammenwirken zwischen der Kirche und der Politik besteht. Die intensivste Zusammenarbeit findet bei den Kindergärten statt – und die Pfarreiengemeinschaft ist Träger von drei Kindergärten in unserem Markt.

Kirche und Politik – das ist natürlich, um mit den Worten Fontanes zu sprechen, ein weites Feld. Kirche und Staat sind in unserem Land getrennt, doch wohl nicht von ungefähr heißt die kleinste Einheit sowohl im kirchlichen wie im staatlichen Bereich bis heute Gemeinde. Sicher, die Gemeinde der Gläubigen und die Gemeinde der Staatsbürger unterscheiden sich in vielem, aber sie haben einen gemeinsamen Nenner: Es geht immer um das Wohl der Mitmenschen.
Die Politik steht in der Verantwortung, den Bürgerinnen und Bürgern die materiellen Grundlagen zu sichern sowie Strukturen zu schaffen, die ein menschenwürdiges Dasein von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter garantieren. Die Kirche sieht es darüber hinaus oder vor allem als ihre Aufgabe an, Glauben und innere Orientierung zu vermitteln, Hoffnung und Lebenssinn.

Nicht nur der Staat, auch die Kirche erlebt einen Wandel und ist manchen Umbrüchen ausgesetzt, die weite Kreise ziehen. Denn der demografische Wandel wirkt sich überall aus. Die Kirche hat reagiert und verbindet Gemeinden zu einer Pfarreiengemeinschaft. Dies hat zur Auswirkung, dass ein Geistlicher für eine Großzahl an Katholiken verantwortlich ist, die Gottesdienstangebote werden weniger. Dafür sind hier in Zukunft die Laien mehr gefordert mitzuwirken und mitzugestalten. Aber mit unserem neuen Pfarrer und unserer Gemeindereferentin wird dieser Weg sicherlich fruchtbar sein.

Doch zum kirchlichen Wandel gehören auch Veränderungen im Priesterbild. Heute muss ein Pfarrer sowohl Moderator, Kommunikator und Manager sein. Eine anspruchsvolle Aufgabe, der Sie, lieber Herr Pfarrer Friedl sich bei uns widmen werden. Und damit ist der Kern Ihrer Aufgabe, Ihrer Berufung, noch gar nicht berührt: die Vermittlung des Glaubens und der seelsorgerische Beistand, die Begleitung der Gemeindemitglieder in allen Lebenslagen.

Vergelt’s Gott, dass Sie sich für uns entschieden haben!
Mögen Sie stets auf Menschen treffen, die es gut mit Ihnen meinen!

Ihr
Erich Püttner, 1. Bürgermeister


Grußwort der Kauferinger Pfarrer zu Beginn des Jahres 2016

Ökumene aller Menschen guten Willens

In dieser Zeit fällt es schwer, zu Weihnachten den Frieden und für das neue Jahr Segen zu wünschen, da wir eher das Gegenteil befürchten müssen. Es wäre zu einfach, alles Gott zu überlassen, zu hoffen und zu beten, dass er schon alles recht machen wird. Ja, er wird es tun, aber nicht ohne uns.

Nach den grausamen Terroranschlägen von Paris am 13. November, sowie der Gewalt, mit der der „Islamische Staat“, der gar keiner ist, aber große Teile des Nahen und Mittleren Ostens überzieht, Andersgläubige gnadenlos ermordet, versklavt und Millionen von Menschen in die Flucht treibt, mit denen wir in Deutschland und Europa gezwungenermaßen zurecht kommen müssen, weil wir nicht so unmenschlich sein wollen und dürfen wie jene, die dieses ganze Elend verursachen. Was können, was müssen wir tun?

Hier ein Zeugnis von George Bernard Shaw, einem eher ungläubigen Dramatiker aus Irland:
 „Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe,
 keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus
gewiesenen Weg. Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.“

Der Gott allerdings, den Jesus uns bekannt gemacht hat, ist der Gott der Liebe und nicht der Gewalt! Liebe zu seinen Geschöpfen und zur ganzen Erde. Diese Liebe können wir an Jesus ablesen und studieren. Er sagt uns auch, dass Gott nichts anderes von uns erwartet, als dass wir seine Liebe annehmen und einander mit Respekt und Liebe behandeln.

Viele, die an den Gott Jesu glauben, aber auch andere, zeigen dies gegenwärtig durch ihre freiwillige Hilfsbereitschaft und Akzeptanz gegenüber jenen, die fliehen müssen vor denen, die zwar rufen „Gott ist groß“, aber dann zur Waffe greifen, morden und vertreiben.

Leider gibt es auch unter uns nicht wenige, die hart und blind geworden sind vor Angst, Hass und Neid. Bis jetzt hat doch noch keiner wegen der Fremden einen Euro weniger in der Tasche. Von denen aber dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, auch wenn die Aufgabe schier unlösbar zu sein scheint.

Was uns in dieser schweren Zeit und in Zukunft helfen kann, ist eine Ökumene aller Christen, aller Gläubigen anderer Religionen und aller Menschen, die guten Willens sind. Alle, die wollen und tun, was Gott will: liebt einander! Anders gesagt: die einander das tun, was sie für sich selbst erwarten.

Wer sonst sollte Grund zur Hoffnung haben, wo viele resignieren und protestieren, wenn nicht wir Christen! Deshalb wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und Neues Jahr 2016.

Ihre Kauferinger Pfarrer

Pater Franz Schaumann SDB
Kaplan Guido Beck
Pfarrer Stephan Ranke
Pfarrer Jürgen Nitz


 

Sternsinger - Dreikönigssingen 2016

vom 01. Januar bis 06. Januar 2016



Pauluskirche Kaufering

Ab sofort (Ende Oktober 2015) ist die Pauluskirche jeden Mittwochabend von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet.

„Eine Kerze brennt und es ist still. Ab und zu wird ein Psalmvers oder ein Spruch Jesu vorgelesen, als Impuls zum Nachsinnen. Im Stillen sein Anliegen vor Gott bringen.“

Diese Mittwochabende werden von Pfr. Ranke bis Dezember 2015 begleitet.