Bürgerwerkstatt


Arbeitskreise

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Ergebnisse der Bürgerwerkstatt

Workshopdokumentation vom 14.05.2013
im Rahmen der Erarbeitung des Klimakonzepts für die Marktgemeinde Kaufering

  • Vorwort des Bürgermeisters
  • Vorstellung der Moderatoren
  • Themenschwerpunkte und Ziele
  • Fotografische Dokumentation
  • Projekte und Projektideen aus den Workshops
  • Zusammenfassung

--> Bitte hier weiterlesen (klicken)


Die vorliegende Dokumentation zur Bürgerwerkstatt ist Teil des derzeit in Bearbeitung befindlichen Klimaschutzkonzeptes für den Markt Kaufering. Das Klimaschutzkonzept wird seit dem 01.08.2012 mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen FKZ 03KS3185 gefördert. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme ist der Projektträger Jülich (PTJ) beauftragt.


Erste Bürgerwerkstatt Kaufering - Bürgerbeteiligung gewünscht

Ein hochinteressanter Abend mit vielfältigen Ideen und Vorschlägen zu den Themen Energie und Verkehr



„Ideen und Visionen einbringen“. Dazu ermutigte Bürgermeister Erich Püttner die Teilnehmer der ersten Kauferinger Bürgerwerkstatt, die in der Aula der Mittelschule stattfand.  Interessierte Bürger diskutierten in zwei Arbeitsgruppen  „Energie/Klimaschutz“ und „Verkehr“ realisierbare Maßnahmen zur künftigen Entwicklung der Marktgemeinde. Ergebnisse fließen in die Arbeit des Gemeinderates ein. 

Wo stehen wir in der Diskussion?
Antwort auf diese Frage gaben Dr. Kerstin Koenig-Hoffmann, Umweltzentrum Allgäu (eza), Dana Gerber, Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und Werner Frey, Ingenieurgesellschaft für Verkehrsplanung und –technik Karlsruhe (gevas), die bereits seit einem halben Jahr gemeinsam mit Gemeinderäten, Verwaltungsvertretern und Bürgern in zwei Arbeitskreisen an der Entwicklung eines Verkehrs- und Klimaschutzkonzeptes arbeiten. 

Die Ergebnisse der  Bürgerwerkstatt können sich sehen lassen. Ganz oben auf der Wunschliste steht die Beratung. Was gibt es überhaupt? Was macht Sinn, was rechnet sich, wo kommen finanzielle Mittel her?  Fachvorschläge von Firmen und Handwerkern könnten hier weiterhelfen. Eines der Hauptanliegen ist die Nutzung erneuerbarer Energien. Hier sind z.B. Windräder, evtl. auch für Einzelhaushalte, denkbar. Ein anderes der umfangreiche Bereich Bauen und Sanieren.


Kaufering soll noch radlfreundlicher werden
In der Arbeitsgruppe Verkehr lag neben zahlreichen anderen Aspekten ein wichtiger Schwerpunkt auf der Entwicklung des Radverkehrs in Kaufering – die Bürger bemängelten, dass es bisher keine durchgehenden Radverkehrsachsen in Kaufering gibt. Einig war man sich auch, dass der Rad- und Fußgängerverkehr gegenüber dem Autoverkehr weiter gestärkt werden sollte und dass es hierzu einiger entscheidender Maßnahmen bedürfe: Beispielsweise sei die Situation am Bahnhof seit Jahren sehr unbefriedigend – aufgrund häufigen Fahrraddiebstahls und regelmäßiger Randale im Bereich der ungesicherten Fahrradständer führen viele Kauferinger trotz geringer Entfernungen doch lieber mit dem Auto zum Bahnhof als mit dem Radl. Eine bewachte Abstellmöglichkeit oder abschließbare Fahrradboxen könnten hier Abhilfe schaffen. Als Anregung an den regelmäßig tagenden Verkehrsarbeitskreis der Gemeinde wurde vorgeschlagen, sich diesbezüglich in anderen europäischen Städten und Gemeinden umzuschauen, die dieses Problem bereits erfolgreich gelöst hätten. Ein weiterer Fokus lag auf der Stärkung des ÖPNV. Etliche Bürger wünschten sich die Wiedereinsetzung einer kostenfreien, innerörtlichen Buslinie. So könne die Akzeptanz im Vergleich zur kostenpflichtigen Variante wieder mehr steigen, und die Bürger hätten die Möglichkeit, ihre Autos öfter stehen zu lassen. Das neue Sammeltaxi würde von den Kauferingern jedoch ebenfalls zunehmend angenommen, wie Teilnehmer berichteten.


Drei Schwerpunkte im Bereich Energie
In der Arbeitsgruppe Energie diskutierten die Beteiligten Ideen zu drei Schwerpunktthemen: Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie erneuerbare Energien.
Unter anderem wurde der Wunsch nach einem Verleih von Energiemessgeräten laut. Ein Bürger stellte beispielsweise die Frage, welche Heizungsart bei einer Sanierung sinnvollerweise zu wählen sei. Schnell wurde an diesem Beispiel jedoch klar, dass eine solche Frage nur individuell beantwortet werden kann und dass es sinnvoll ist, eine entsprechende Energieberatungsstelle einzurichten.


Klimaschutzmanager für den Markt Kaufering
Frau Dr. Koenig-Hoffmann vom eza gab dazu den Hinweis, dass die hauptamtliche Stelle eines sogenannten Klimaschutzmanagers sogar für drei Jahre zu 60% aus öffentlichen Mitteln finanziert werden könne. Klar wurde insgesamt, dass im Bereich Klima und Energie in Kaufering noch viel zu tun bleibt.


Zum Abschluss lobte Bürgermeister Püttner die engagierten Vorschläge und Ideen der Bürger. Zudem machte er deutlich, dass dieser ersten Bürgerwerkstatt in Zukunft weitere – auch zu anderen Themen – folgen sollen, um die Bürgerbeteiligung in unserem Markt zu stärken und auszubauen.