Bürgermeister


Haushalt 2017 verabschiedet

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die wichtigste Sitzung des Marktgemeinderates im Jahr ist immer die Verabschiedung des Haushaltes. In den Einzelplänen sind für alle Sachgebiete die Ausgaben genau festgelegt und diese Ansätze sind für alle Entscheidungen und Projekte verbindlich. Darüber hinaus darf der Bürgermeister im Rahmen dieser festgelegten Beträge bis max. 20.000 € ohne Beschluss des Marktgemeinderates verfügen. Die Vorberatungen des Haushalts 2017 wurden mit dem Ausschuss für Finanz- und Haushaltsfragen in 5 Sitzungen diskutiert.

Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 18.896.700 € ab. Die Einnahmen sind Steuern, Gebühren, Entgelte und Zuweisungen und die Ausgaben Personal- und Sachkosten, Zuschüsse, Unterhalt der Grundstücke, Instandhaltung, Versicherungsbeiträge, Umlagen.

Es ist sicherlich interessant, wie sich die Steuereinnahmen zusammensetzen:
Grundsteuer A 25.000 €, Grundsteuer B 1.025.000 €, Gewerbesteuer 5.800.000 €, Einkommensteueranteil 6.294.700 €, Umsatzsteueranteil 636.900 €, Hundesteuer 26.000 € - das ergeben Einnahmen von insgesamt 13.807.600 €.

Im Vermögenshaushalt wurden 5.178.900 € veranschlagt. Hierunter fallen die Ausgaben für den Neubau von Straßen und Gebäuden oder der Erwerb von Grundstücken. Hier einige Beispiele für diese Investitionen:

  • Feuerwehr: Kommandowagen, Ausrüstungs- und Ausstattungsgegenstände, Beseitigung baulicher Mängel
  • Grundschule: Ausstattung Klassenzimmer, Sanierungsmaßnahmen am Franz-Senn-Weg (Mittagsbetreuung)
  • Mensa Grundschule: Erweiterungsbau
  • Mittelschule: Klassenzimmerausstattung, Beschattung des Trainingsraums
  • Grund- und Mittelschule: Erneuerung der Blitzschutzanlage, Brandmeldeanlage
  • Kinderspielplätze: Erneuerung von Spielgeräten und Zaun, Spielplatzkonzept
  • Kindertageseinrichtungen:
    St. Johann: Umbau WC und Fallschutzmatten im Außenbereich
    Evang. Kindergarten: Planung Brandmeldeanlage, Mobiliar, Spielgeräte und Fallstopp
    Don Bosco: Sanierung Elektro und Sanitär, Planungskosten
  • Erholungseinrichtungen: Vernetzung von Grünzügen
  • Ortsstraßenbau: Verbesserungsmaßnahmen an Straßen und Gehwegen
  • Kommunaler Servicebetrieb: Schmalspurfahrzeug, Balkenmäher und verschiedene Ausstattungsgegenstände, Neubau Kalthalle
  • Radweg nach Igling (LL 22): Gemeindeanteil auf Kauferinger Flur
  • Straßenbeleuchtung: LED Umrüstungen
  • Wasserbau: Instandsetzung Mühlbach
  • Friedhöfe: Sanierung Abwasserkanal, Wege Erweiterung Urnengrabfelder
  • Breitbandversorgung: Ausbau des Breitbandnetzes
  • Seniorenstift: Mitfinanzierung von Anlagevermögen und Betriebskostenabgleich
  • Vereinsstadel: Erweiterungsbau 

Um all diese Maßnahmen zu realisieren, muss sich der Markt Kaufering nicht verschulden. Zum Jahresende 2016 lag der Stand unserer Verbindlichkeiten bei 11.692.687 €, welcher im Laufe diesen Jahres um 900.000 € getilgt wird.

Neben den Ausgaben des Marktes haben wir noch unsere Kommunalwerke, die uns mit Wasser und Nahwärme versorgen, das Abwasser entsorgen und in verschiedenen Anlagen Strom produzieren. In diesen Bereichen sind auch einige große Investitionen notwendig, die eine Nettokreditaufnahme von 928.500 € notwendig machen.

Dies sind der Einbau einer UV-Anlage bei der Wasserversorgung, die Kontrolle und Sanierung von Kanälen und der Neubau von Wasserleitungen, die Sanierung der Klärbecken und Erneuerung der Belüftung in der Kläranlage, größere Sanierungsarbeiten im Heizkraftwerk. Der Stand der Verbindlichkeiten Ende 2016 beträgt 28.839.306 €, denen aber die gesamten Werte der Anlagen, Grundstücke und Gebäude auf der positiven Seite gegenüber stehen. Auch in den nächsten Jahren werden hier gerade für den Kanal und für Wasserleitungen weitere, erhebliche Aufwendungen notwendig.

Es stehen auch in den nächsten Jahren große Sanierungsmaßnahmen an, damit das Bestehende erhalten bleibt und der Markt Kaufering seiner Verantwortung für die  „Daseinsvorsorge“ aller Bürger gerecht wird. Allerdings werden wir in Zukunft leider „kleinere Brötchen“ backen müssen, um den Spagat zu meistern, das Notwendig zu tun und den Schuldenberg nicht weiter anwachsen zu lassen. Eine nicht leichte Aufgabe, weil der Druck von vielen Seiten sehr groß ist. 

Herzlicher Gruß
Ihr
 
Erich Püttner
1. Bürgermeister